Chronik - ewcs

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EWCS Chronik

Im Frühling 1976 entdeckten einige Schricker die Liebe zum Schießsport, insbesondere für das Wurftaubenschießen.
Diese Herren waren die späteren Gründer des EWCS. Der nächstgelegene Schießplatz war in Mistelbach, wo die ersten Versuche unternommen wurden, diese Sportart zu erlernen.
Es muß wohl an der unpersönlichen Aufnahme der Mistelbacher gelegen sein der die Schricker veranlaßte, einen eigenen Verein zu gründen und eine Schießanlage zu errichten. Die ersten zaghaften Schießversuche wurden ohne Genehmigung, in der alten Schottergrube, die zu diesem Zeitpunkt bereits eine "wilde Mülldeponie war, vorgenommen. Bei diesen Übungsschießen herrschte reges Interesse seitens der Schricker Jäger und Sportschützen.
Gleichzeitig wuchs das Unbehagen, Verbotenes zu tun, immer mehr. All diese Umstände bewogen die Interessierten, das Ganze in geordnete Bahnen zu lenken.
Am 3. Juni 1976 fand im ehemaligen Gasthaus Berger, die Gründungsversammlung, die zugleich konstituierende Sitzung war, statt. Das "Proponentenkomitee", das zugleich den späteren Vorstand darstellte, einigte sich auf den Namen
Erster Wurftaubenclub Schrick.

Am 19.August 1976 wurde im Rahmen der 1. Generalversammlung folgender Vorstand gewählt:

Obmann Günter Rausch
Stellvertreter Franz Kaiser
Schriftführer Franz Reuter
Stellvertreter Johann Höfer
Kassier Franz Schütz
Stellvertreter Ferdinand Schmidhuber

Weiters wurde beschlossen, in der alten Schottergrube einen Schießplatz zu errichten. Das Gelände wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Nachdem alle Vorarbeiten und Amtswege erledigt waren, fand am 20. September die Kommissionierung statt. Gleich anschließend wurde mit viel Elan mit dem Bau begonnen. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Club bereits 16 Mitglieder. Ein großes Problem stellte die Planierung des bereits zu einem riesigen Berg gewachsenen
Müll und Schutt dar. In weiterer Folge wurde ein Maschinenbunker gebaut und eine halbautomatische Wurf- maschine angekauft. Bereits am 9. Oktober wurde offiziell der Schießbetrieb aufgenommen, der immer am Sonntag vormittag abgehalten wurde. Als vorläufige Unterkunft diente ein alter Kastenwagen. Durch die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern wurde die Anlage verschönert. Ein Parkplatz wurde errichtet und die Zufahrt angeschottert.
Nun war den meisten Schrickern klar, daß hier wirklich was im entstehen ist. Vorher wurden immer Meinungen laut, daß sich dort draußen, ein paar Schießwütige ein Privatvergnügen leisten. Im Ort wurde verlautbart, daß das Abladen von Müll und Schutt auf dem "Schießplatzgelände" nicht mehr gestattet ist.

Dies hinderte einen Ortsansässigen nicht daran, auf einer bereits begrünten Fläche seinen Mist abzuladen. Die Tatsache, daß der Abfall von einigen Mitgliedern kommentarlos beseitigt wurde, zeigt deutlich den seinerzeitigen Stellenwert des Vereines.
Am 1. großen Preisschießen, das im Mai 1977 stattfand, beteiligten sich 84 Schützen. Der Sieger erhielt einen
Rehbockabschuss im Revier Schrick, den die Jagdgesellschaft zur Verfügung stellte. Bei diesem Andrang wurde klar, daß der weitere Betrieb nur mit einer vollautomatischen Maschine zu bewältigen sein wird. Um die Finanzierung zu ermöglichen, wurden von den Mitgliedern "Anleihen" gezeichnet. Die Stromversorgung erfolgte mittels Generator. Durch die ständig steigende Zahl der Mitglieder und den damit verbundenen regen Betrieb wurde die Frage, nach einer zeitgemäßen Unterkunft immer häufiger gestellt. Der alte "Blumenkiosk" der uns zur Verfügung gestellt wurde, war den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Somit wurde Ende 1977 der Beschluß gefaßt, ein Clubhaus zu errichten. Über die Jahreswende wurde in einer großangelegten „Bausteinaktion" ein Teil der Finanzierunggesichert.

Der Baubeginn erfolgte im April 1978. Dank der zahlreichen Mithilfe der Clubmitglieder und einiger freiwilliger Helfer aus der Ortsbevölkerung, konnten wir bereits beim Silvesterschießen das Clubhaus benutzen. Die vielen Materialspenden und kostenlosen Traktorfuhren sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Es fehlte zwar noch der Verputz und so manche Einrichtung, dennoch war es einer der lustigsten und feucht-fröhlichsten Jahreswechsel der Clubgeschichte. Nachdem der bestehende Stromgenerator zu klein geworden war, überlegte man kurz, einen größeren anzuschaffen oder ein Kabel zu verlegen. Zu Ostern 1980 wurden in einer " 3 Tage-Action" 1500 m Strom und Telefonkabel verlegt und ans öffentliche Netz angeschlossen.
Zwischenzeitlich war der Club dem Fachverband der Jagd und Wurftaubenschützen Österreichs beigetreten und wurde 1983 mit der Durchführung der Staatsmeisterschaft FA betraut.
Die Durchführung dieses Bewerbes machte einen Standumbau nötig, der im damals milden Winter kurzerhand erledigt wurde. Es folgten die Errichtung einer Anlage für Luftwaffen und etwas später eine für Faustfeuerwaffen.
Zur Trink und Nutzwasserversorgung wurde in Parkplatznähe ein 12m tiefer Brunnen gegraben.
Die Zeit brachte es mit sich, daß das Jagdparcoursschießen immer beliebter wurde und so wurde 1986 das Gelände adaptiert und erweitert. Vor allem die starke Beteiligung bei den diversen Bewerben war ohne Vergrößerung des Clubhauses nicht mehr zu bewältigen. So wurde zwischen 1987 und 1988 das Clubhaus um eine Küche, Büro und Lagerräume, sowie um einen Kugelstand erweitert.
1991 konnten wir zum 1.Mal die Staatsmeisterschaft Jagdparcours austragen.

Durch die stattliche Anzahl von 250 Mitgliedern wurde die Umstellung der Kassengebarung und Mitgliederverwaltung auf EDV notwendig.
Die Durchführung des Austrian Open 1993 war die Krönung des Clubs. 91 Damen und Herren aus 5 Nationen beteiligten
sich an dem Bewerb. Ein Stab von 48 Mitarbeitern machte eine klaglose Durchführung möglich und brachte dem Club Ansehen, das über die Grenzen Österreichs hinausging.
Auf sportlichen Sektor wurden im Laufe der Zeit viele Landes und Staatsmeistertitel von Clubmitgliedern erreicht.
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